ElringKlinger AG
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Glossar

Technik

B

Bipolarplatten

Bipolarplatten sind die mechanischen Schlüsselkomponenten im Brennstoffzellen-Stapel (vgl. „Stack“). Ihre Aufgaben sind die elektrische Verbindung zweier Zellen bzw. die Weiterleitung des erzeugten elektrischen Stroms, die Wasserstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen sowie die Verteilung des Kühlmittels. ElringKlinger entwickelt und fertigt metallische Bipolarplatten. Zu den technischen Anforderungen zählen hier die mikrometergenaue Umformung des Kontaktbereichs, das präzise, verzugsarme Laserverschweißen der Kathoden- und Anodenplatte sowie geeignete Leitfähigkeits- und Korrosionsschutzbeschichtungen.

Brennstoffzelle

Eine Brennstoffzelle wandelt die chemische Energie eines Brennstoffes mit hohem Wirkungsgrad in elektrische Energie um. Für die Reaktion benötigt die Zelle Sauerstoff und Wasserstoff. Der Wasserstoff kann auch aus einem kohlenwasserstoffhaltigen Brennstoff gewonnen werden. In diesem Fall versorgt ein sogenannter Reformer die Zelle mit beispielsweise aus Diesel oder Erdgas gewonnenem Wasserstoffgas. Die Brennstoffzelle ist im Gegensatz zur Batterie kein Energiespeicher, sondern ein Energiewandler. Es gibt verschiedene Brennstoffzellentechnologien, die je nach Anwendungsfall spezifische Vorteile bieten. ElringKlinger entwickelt und produziert Komponenten für die zumeist stationär genutzte SOFC-Hochtemperatur-Brennstoffzelle (vgl. „SOFC-Brennstoffzelle“) sowie die PEM-Niedertemperatur-­Brennstoffzelle (vgl. „PEM-Brennstoffzelle“).

Brennstoffzellenstack

Als Stack wird ein kompletter Stapel aus einzelnen Brennstoffzellen einschließlich der Bipolarplatten sowie Halte- und ­Verbindungsvorrichtungen bezeichnet. Die Brennstoffzellen ­werden in Reihe geschaltet, um die Leistung zu erhöhen.

C

CAFE-Regelungen

Die CAFE-Regelungen (Abkürzung für „Corporate Average Fuel Economy“) sind das US-amerikanische Gegenstück zur europäischen CO2-Gesetzgebung. Sie legen Grenzwerte für den zulässigen durchschnittlichen Flottenverbrauch der Hersteller in den USA fest. Bei Nichteinhaltung der anspruchsvollen CAFE-Vorgaben drohen hohe Bußgelder.

Cockpitquerträger

Strukturbauteil hinter der Innenverkleidung des Fahrzeugcockpits, das beispielsweise Instrumententafel, Lenksäule, Heizungsmodule, Handschuhkasten und weitere Ausstattungs­elemente trägt. ElringKlinger stellt Cockpitquerträger als Leichtbaulösung mithilfe der HFH-Technologie (Hydroform-­Hybrid) her. Hierbei werden sogenannte Hybridbauteile aus den Werkstoffen Polymer und Metall mithilfe der Verfahren Innenhochdruck-Umformen (siehe „IHU“) und Kunststoffspritzguss in nur einem Prozessschritt hergestellt. Vergleichbar damit sind die Strukturbauteile Frontendträger – ein Frontelement an dem beispielsweise Scheinwerfer montiert sind.

D

Downsizing

In der Automobilindustrie steht Downsizing für das Konzept der Verkleinerung des Motorhubraums bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung. Dies wird meist durch das Zuführen von Luft unter erhöhtem Druck (Kompressor/Turbolader) erreicht. Weniger Hubraum bedeutet letztlich weniger Kraftstoff­verbrauch und damit weniger Emissionen. Durch den gleichzeitig erhöhten Einspritzdruck entstehen im Motorbereich thermische und mechanische Belastungen, die hohe Anforderungen an Dichtungen und Thermomanagement stellen.

E

Elastomer

Kunststoffe bzw. Polymere lassen sich nach ihren Verarbeitungs­eigenschaften in die drei Hauptgruppen Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere einteilen. Kennzeichnend für Elastomere ist, dass sie durch Druck oder Dehnung kurzzeitig veränderbar sind und anschließend wieder ihre ursprüng­liche Form annehmen (Gummi). Durch die Wahl von Ausgangsmaterial, Herstellungsverfahren und Beimischung von Additiven lässt sich der Werkstoff variieren. ElringKlinger setzt in der Dichtungstechnologie eigenentwickelte Elastomere ein, die für die speziellen Kundenanforderungen optimiert wurden.

Euro-Abgasnormen

Die vom Europäischen Parlament vorgeschriebenen Abgasnormen legen für die in Europa neu zugelassenen Kraftfahrzeuge die einzuhaltenden Emissionsgrenzwerte bei den Schadstoffgruppen HC (Kohlenwasserstoffe), CO (Kohlenmonoxid), NOx (Stickoxide) sowie Rußpartikel fest. Für Diesel- und Benzinmotoren gelten unterschiedliche Grenzwerte. 2014 trat für Pkw die Euro-6-Norm in Kraft, die bei Dieselfahrzeugen nochmals deutlich geringere Stickoxidwerte erfordert. Seit 1. September 2017 gelten die Abgasnormen 6c und 6d-Temp, bei denen verschärfte Testbedingungen angewendet werden. Für Lkw gelten mit der Einführung der Euro-VI-Norm seit 2014 ebenfalls drastisch reduzierte Grenzwerte vor allem für NOx, aber auch für HC und CO.

F

FEM

Die Finite-Elemente-Methode (FEM) ist eine computer­gestützte Berechnungsmethode, die bei komplexen physikalischen Aufgabenstellungen in der Produktentwicklung, wie zum Beispiel Festigkeits- und Verformungsuntersuchungen, eingesetzt werden kann. ElringKlinger nutzt die Methode beispielsweise für die Optimierung der Funktionselemente Sicken und Stopper in der Zylinderkopfdichtung. Sie berechnet dabei die ideale Stoppertopografie unter Berücksichtigung von Einflussgrößen wie Steifigkeit der angrenzenden Bauteile, Zündkraft und Schraubenvorspannkraft.

Frontendträger

siehe Cockpitquerträger

H

Hybridantrieb

In der Automobilbranche bezieht sich der Begriff Hybrid­antrieb auf den Einsatz von zwei unterschiedlichen Kraftquellen innerhalb eines Fahrzeugs. Zumeist ist damit die Kombination eines Verbrennungsmotors mit einem Elektromotor gemeint. Dafür werden Fahrzeuge nach ihrem Hybridisierungsgrad eingeteilt:

  • Mikro-Hybride verfügen über eine Start-Stopp-Automatik und zusätzlich ein Bremsenergierückgewinnungssystem zum Laden der Starterbatterie.
  • Mild-Hybride haben einen Elektroantrieb, der den Verbrennungsmotor zur Leistungssteigerung unterstützt.
  • Voll-Hybride sind mit einer elektrischen Leistung von mehr als 20 kW/t in der Lage, auch rein elektromotorisch zu fahren.
  • Plug-in-Hybride sind vergleichbar mit Voll-Hybriden. Zusätzlich kann der Akkumulator sowohl über den Verbrennungsmotor als auch am Stromnetz geladen werden.

I

IHU

Beim IHU-Fertigungsverfahren (Abkürzung für „Innenhochdruck-Umformen“) wird ein metallisches Rohr in einem Formwerkzeug durch eine Flüssigkeit, die mit einem Druck von bis zu 1.000 bar eingespritzt wird, um bis zu 5 % aufgeblasen und der Geometrie des Werkzeugs entsprechend in Form gebracht.

K

Kryogene Anwendung

Bei einer kryogenen Anwendung kommt verflüssigtes Gas in tiefkaltem Zustand zum Einsatz. Anwendungen sind beispielsweise das Schockgefrieren in der Lebensmittel­industrie oder andere Konservierungszwecke. Zur Herstellung von kryogenen Systemen werden unter anderem Produkte aus Hochleistungskunststoffen eingesetzt, deren Materialeigenschaften und Funktionalität bei Temperaturen unter – 200 °C gewährleistet ist.

L

Lithium-Ionen-Batterie

Die Lithium-basierte Batterie ist ein wiederaufladbarer Hochenergiespeicher mit hoher Energiedichte und Langlebigkeit. Sie wird in erster Linie in Elektro- und Hybridfahrzeugen eingesetzt. ElringKlinger entwickelt und fertigt hierfür unter anderem modular aufgebaute Zellkontaktiersysteme.

M

Metall-Elastomer-Dichtungen

Dichtungen aus Metallträgern mit anvulkanisierten Elastomer­profilen für die Abdichtung kraftführender Verbindungen, wie zum Beispiel Ölpumpendichtungen oder Steuergehäusedichtungen.

N

Nano-Sicke

siehe „Sicke“

O

Organoblech

Leichte, faserverstärkte Organobleche können Stahlblech oder Aluminium im Automobil partiell ersetzen. Es handelt sich um flächige Halbzeuge, die mit einem Gewebe aus Glas-, Carbon-, Aramid- oder Mischfasern verstärkt sind. Dadurch entsteht eine hohe mechanische Leistungsfähigkeit des Bauteils.

P

PEM-Brennstoffzelle

PEM steht für „Proton Exchange Membrane“. Die PEM-­Brennstoffzelle arbeitet im Niedrigtemperaturbereich von ca. 90 °C und enthält als zentrales Element eine Polymermembran. Bei der sogenannten „kalten Verbrennung“, der Synthesereaktion von Sauerstoff und Wasserstoff, die mithilfe eines Katalysators miteinander reagieren, entsteht unter Freisetzung elektrischer Energie Wasser. Für PEM-Brennstoffzellen, die in Pkw zum Einsatz kommen, entwickelte ElringKlinger metallische Bipolarplatten. In einem Zellstapel werden mehrere hundert Stück davon verbaut.

Polyamid

Polyamide sind Polymere (Kunststoffe) und bezeichnen üblicher­weise synthetische, thermoplastische Kunststoffe. Bei ElringKlinger wird Polyamid für die Herstellung von gewichtsreduzierten Kunststoffgehäusemodulen eingesetzt.

PTFE

Der thermoplastische Hochleistungskunststoff PTFE (Abkürzung für „Polytetrafluorethylen“) – umgangssprachlich unter dem Handelsnamen Teflon bekannt – ist besonders beständig im Kontakt mit den meisten aggressiven Chemikalien. Er ist sehr widerstandsfähig gegen äußere Einwirkungen wie Feuchtigkeit oder UV-Strahlung und außerdem hochgleit­fähig. PTFE ist kälteresistent bis – 200 °C. Die Schmelztemperatur wird erst bei mehr als 320 °C erreicht. Mit dem als Marken­namen eingetragenen modifizierten Material Moldflon® verfügt ElringKlinger über einen schmelzverarbeitbaren, spritzfähigen PTFE-Hochleistungswerkstoff mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel auch in der Medizintechnik.

R

Rightsizing

Der WLTP-Zyklus (Abkürzung für „Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure“) ermöglicht seit 2017 die Ermittlung von realitätsnahen Verbrauchswerten für Automobile. Beim klassischen Downsizing von Motoren kann jedoch der Unterschied zwischen Zyklusverbrauch und Realverbrauch je nach Fahrprofil variieren. Bei neuen Motorengenerationen wird deshalb vermehrt darauf geachtet, dass mehrere Größen, wie zum Beispiel die Hubraumgröße, das Drehmoment oder der Verbrauch, so aufeinander abgestimmt werden, dass sie optimal zueinander passen.

S

Sicke

Hier: Sicken sind geprägte Vertiefungen im Metall, die eine Abdichtaufgabe erfüllen. Sicken in mehrlagigen Zylinderkopfdichtungen sind in die sogenannten Funktionslagen eingeprägt und dienen der Makroabdichtung, während die Elastomerbeschichtung der Mikroabdichtung dient. Vollsicken dichten im Brennraum ab, Halbsicken im Flüssigkeitsbereich. Der Begriff Nano-Sicke wird bei ElringKlinger für Sicken mit einer Höhe von unter 30 Mikrometer verwendet. Diese kommen beispielsweise in Getriebegehäuseabdichtungen zur Anwendung, um die oftmals schlecht verteilten Schraubenkräfte ideal auf die Dichtlinien zu verteilen.

SOFC (Solid Oxide Fuel Cell)-Brennstoffzelle

Die SOFC (Deutsch: Festoxid-Brennstoffzelle) wird aufgrund ihrer hohen Betriebstemperatur (ca. 800 °C) auch als Hochtemperatur-Brennstoffzelle bezeichnet. Dieser Brennstoff­zellentyp kann mit unterschiedlichsten fossilen Kraftstoffen betrieben werden, aus denen mithilfe eines Reformers Wasserstoffgas gewonnen wird.

Stickoxide (NOx)

Sammelbezeichnung für Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen, die international unter der Abkürzung NOx bekannt sind. Sie entstehen als Abgase im Verbrennungsmotor und sind für Mensch und Umwelt schädlich. Die weltweit immer schärferen Emissionsvorschriften schreiben strenge Grenzwerte für den maximal zulässigen NOx-Ausstoß vor.

T

Tier-1/Tier-2

Automobilzulieferer, die direkt an den Automobilhersteller (OEM) liefern, werden als Tier-1-Zulieferer bezeichnet. Zulieferer arbeiten in der Regel mit weiteren Unterlieferanten zusammen. Diese werden entsprechend ihrer Stellung in der Wertschöpfungskette als Tier-2, Tier-3 etc. kategorisiert. ElringKlinger beliefert die Fahrzeughersteller überwiegend direkt, das heißt als Tier-1-Lieferant. Im Bereich Abgas­reinigungstechnologie und bei Getriebekomponenten ist ElringKlinger zumeist als Tier-2-Zulieferer aktiv.

Turbolader

Turbolader erhöhen den Luftdurchsatz im Motor durch die Verdichtung der zur Verbrennung notwendigen Luft. Der Turbolader ist eine der Schlüsselkomponenten für das Down­sizing von Motoren und ermöglicht eine gleichbleibende oder sogar verbesserte Leistung bei verringertem Hubraum. ­Daraus resultieren Kraftstoffeinsparungen.

Z

Zellkontaktiersystem

Die von ElringKlinger entwickelten Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien bestehen aus Zellverbindern sowie der Zellhalterung, in der die Verbinder als robuste laser­verschweißte Lagenkonstruktion integriert werden. Über die Zellverbinder werden die einzelnen Batteriezellen sowohl in Reihe als auch parallel miteinander verschaltet. Sie übernehmen die Stromführung, absorbieren Zellkräfte und enthalten Sensoren. Das System umfasst ein Kontrollinterface mit thermischer und elektrischer Überwachung.

Finanzen

C

Cashflow

Kennzahl zur Berechnung der Finanzkraft eines Unternehmens. Sie misst, wie hoch die betrieblichen Einnahmen über den Ausgaben liegen, und gibt somit an, wie hoch die vom Unternehmen erwirtschafteten Zahlungsmittel sind. Bei der Cashflow-Ermittlung wird das Jahresergebnis um die Positionen bereinigt, die keinen Zahlungsstrom verursachen, wie zum Beispiel Abschreibungen oder die Veränderung der Rückstellungen. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit stellt den Zahlungsmittelüberschuss dar, der durch das operative Geschäft erwirtschaftet wird.

Corporate Governance

Umfasst die Gesamtheit von Regeln, Vorschriften und Werten für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung sowie Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmens­führung und -kontrolle.

 

E

EBIT (Operatives Ergebnis)

Als EBIT (Abkürzung für „Earnings Before Interest and ­Taxes“) wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern bezeichnet. Es entspricht dem operativen Ergebnis vor Berücksichtigung des Finanzergebnisses. Vor allem diese Kennzahl wird auf internationaler Ebene für den Vergleich der operativen Ertragskraft von Unternehmen herangezogen.

EBIT-Marge

Der prozentuale Anteil des EBIT am Konzernumsatz. Die EBIT-Marge drückt die Profitabilität des operativen Geschäfts eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum aus.

EBITDA

Das EBITDA (Abkürzung für „Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization“) ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Das EBITDA zählt zu den operativen Messgrößen für die operative Ertragsstärke eines Unternehmens, da die Kennzahl keine Beeinflussung des Gewinns zum Beispiel durch die Finanzstruktur, den Herkunftsstaat sowie die angewandte Rechnungslegung des Unternehmens enthält.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (Englisch: Earnings Per Share, EPS) wird ermittelt, indem man den Ergebnisanteil der Aktionäre einer Aktiengesellschaft durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert. Sie dient der Beurteilung der Ertragskraft und branchenübergreifenden Bewertung eines Unternehmens.

F

Financial Covenants

Financial Covenants sind Vertragsklauseln in Kreditverträgen. Darin verpflichten sich Unternehmen zur Einhaltung fest­gelegter finanzieller Anforderungen.

Finanzergebnis

Gewinn oder Verlust, der sich aus Finanzgeschäften ergibt, zum Beispiel Zinserträge und -aufwendungen, Beteiligungserträge und -aufwendungen sowie Erträge und Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen. Das Finanzergebnis ist Teil des Vorsteuerergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung.

H

HGB

Abkürzung für das deutsche Handelsgesetzbuch. Der Jahresabschluss der Muttergesellschaft ElringKlinger AG wird gemäß HGB erstellt.

I

IFRS

Abkürzung für „International Financial Reporting Standards“. Diese umfassen Bilanzierungsvorschriften für kapitalmarktnotierte Unternehmen und sind seit Januar 2005 von der EU zwingend vorgeschrieben. ElringKlinger berichtet seit 2004 nach IFRS.

K

Kapitalflussrechnung

Ermittlung und Darstellung des Zahlungsmittelflusses, den ein Unternehmen in einer Berichtsperiode aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit erwirtschaftet. Mithilfe der Kapitalflussrechnung wird die Fähigkeit eines Unternehmens beurteilt, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu generieren.

Kaufpreisallokation

Unter Kaufpreisallokation (Englisch: Purchase Price Allocation, PPA) wird die Verteilung des Kaufpreises für ein Unternehmen bzw. für einen Unternehmensteil auf die erworbenen Vermögenswerte und Schulden verstanden. Durch den formalen Vorgang der Konzernkonsolidierung können zum Beispiel Vermögenswerte eines erworbenen Unternehmens wie Kundenstämme und Auftragsbestände aktiviert werden, die im gewöhnlichen Geschäft nicht aktivierbar sind. Daraus entstehen gewinnmindernd Abschreibungen, die sich negativ auf das operative Konzernergebnis auswirken.

M

MDAX

Der Mid-Cap-Dax (MDAX) ist ein 1996 eingeführter deutscher Aktienindex. Er umfasst die 50 zumeist mittelständischen börsennotierten Unternehmen, die in den beiden Auswahlkriterien Marktkapitalisierung des Streubesitzes und durchschnittliches Handelsvolumen an den Börsenplätzen auf die Werte des deutschen Leitindex DAX folgen.

N

Natural Hedging

Zur Reduzierung von Transaktionskosten und -risiken wird beim Natural Hedging darauf geachtet, dass die Einnahmen und Ausgaben einer ausländischen Tochtergesellschaft in der gleichen Währung, zumeist der jeweiligen Landeswährung, durchgeführt werden.

Nettoverschuldung

Kennzahl, die angibt, wie hoch die Verschuldung eines Unternehmens ist, wenn alle kurzfristigen Vermögensgegenstände zur Tilgung der Verbindlichkeiten herangezogen würden. Die Nettoverschuldung wird aus dem zu verzinsenden Fremdkapital (hauptsächlich Bankverbindlichkeiten) abzüglich der liquiden Mittel berechnet.

O

Operativer Free Cashflow (vor Akquisitionen)

Der operative Free Cashflow bezeichnet die freien, dem Unternehmen zur Ausschüttung zur Verfügung stehenden Mittel. Er wird ermittelt, indem man vom Zahlungsmittelüberschuss aus betrieblicher Tätigkeit die Auszahlungen für Investitionen abzieht. Die für Akquisitionen getätigten Auszahlungen sowie die Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte werden im operativen Free Cashflow nicht berücksichtigt.

R

ROCE


Der Return on Capital Employed (ROCE) gibt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Dabei wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital gesetzt. Bei ElringKlinger umfasst das eingesetzte Kapital das Eigenkapital, die Finanzverbindlichkeiten, die Rückstellungen für Pensionen sowie zinstragende langfristige Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen. Der Durchschnittswert errechnet sich aus der Summe der Buchwerte am Bilanzstichtag des Vorjahres und des aktuellen Jahres, dividiert durch zwei.

S

SDAX

Der Small-Cap-Index (SDAX) ist ein Aktienindex, der 1999 von der Deutschen Börse eingeführt wurde. Er bildet die Wertentwicklung der 50 nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz größten Unternehmen im Prime Standard nach DAX und MDAX ab.

W

WpHG

Abkürzung für das deutsche Wertpapierhandelsgesetz.